Häufige Fragen

Auf dieser Seite sammeln wir für Euch Alicias Antworten auf all die Fragen, die bei Interviews, auf Lesungen, per Mail oder auf den Social-Media-Kanälen immer wieder gestellt werden. Schickt gerne auch Eure Fragen an mail[at]aliciahartung.de.

Warum bist Du kaum auf Social Media aktiv?

Ich bin kein Sender, sondern ein Empfänger. Ich höre aufmerksam zu, lasse das Gehörte sacken, verarbeite es, reflektiere, denke weiter – und irgendwann erschaffe ich aus der Verbindung all dieser Denkanstöße, Informationen und eigenen Erfahrungen meinen eigenen Beitrag zur Welt: in Form von Fiktion. Dieser Prozess braucht Zeit, Ruhe und das Zurückstecken der eigenen Meinung: etwas, das sich auf Social Media nur schwer vermitteln lässt. Dort ist es mir zu laut, zu oberflächlich, zu schnell. Kurze, kurzweilige Formate sind nicht mein Ding.

Content zu produzieren, wenn man etwas zu sagen hat, und sich mit Interessierten darüber auszutauschen, ist eine gute Sache, aber der Algorithmus verlangt tägliches Futter, damit man seinen Followern überhaupt angezeigt wird. Was dadurch entsteht: in meinen Augen viel Müll. Müll, den niemand braucht, der die Stille vertreibt und Lebenszeit frisst. Etwas, woran Michael Endes graue Herren ihre wahre Freude hätten. Die Stunden, die ich auf Social Media verbringe, sind für mich schädlich. Sie schmälern die Hoffnung, die Empathie, den Blick auf das Schöne. Nach nur zehn Minuten kann ich nichts Kreatives mehr erschaffen – auch das frisst Zeit.

Dazu kommen noch diverse Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Suchtpotenzial, Machtmissbrauch, Demokratiegefährdung, etc. Die ganze Palette an Vorwürfen, die immer lauter erhoben werden.

Wenn Ihr ohne Algorithmusdruck von mir hören wollt, meldet Euch gerne für meinen Newsletter an oder folgt mir auf Mastodon, wenn das Fediverse für Euch kein Fremdwort ist (hier geht es zu einer kurzen Einführung von digitalcourage).

Warum hast Du dich für das Schreiben entschieden?

Es geht nichts über die Freiheit der leeren Seite, wenn man mit kaum mehr als einem Stift die ersten Gedanken festhalten und eine Welt entwerfen kann, die nach den eigenen Gesetzen funktioniert. In der alles möglich scheint, was man sich für die unsere wünscht, in der man wichtige Themen verarbeiten oder einfach die eigene Kreativität ausleben kann.

Es ist erstaunlich, dass es bis in die heutige Zeit dabei geblieben ist, dass Kreativität nicht viel mehr braucht, als einen freien Raum, den der Mensch füllen kann. Alle technischen Neuerungen haben wenig daran geändert. Auch das gefällt mir am Schreiben: Es ist ein altes Handwerk, das einem die seltene Möglichkeit gibt, sich für einen Augenblick aus dem schnellen Lauf der Welt zurückzuziehen und etwas aus dem eigenen Inneren zutage zu fördern. In welchem anderen Beruf hat man dazu die Gelegenheit?

Foto der Autorin Alicia Hartung im rot-schwarzen Kleid draußen im Park
© Franziska Hauser

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